Die neue Klimaanalyse NRW 2026 ist veröffentlicht und steht zum Download bereit
Klimaanalyse NRW 2026 auf OpenGeodata.NRW zum Download verfügbar
©Klimaanalyse / LANUK NRW

Die neue Klimaanalyse NRW 2026 ist veröffentlicht und steht zum Download bereit

Das Kartenwerk der Klimaanalyse umfasst eine Klimatopkarte, Klimaanalysekarten für Tag und Nacht, eine neue Planungshinweiskarte, eine Karte regional bedeutsamer Klimafunktionen sowie die Karten zur Betroffenheit besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen. Zu jeder Karte werden Methodik-Papiere bereitgestellt, die die Datengrundlagen und die Vorgehensweise transparent erläutern. Der neue Fachbericht 171 gibt zudem einen Überblick über die Methodik und Ergebnisse der Klimaanalyse NRW 2026.

Ab sofort ist die Klimaanalyse NRW 2026 auch auf OpenGeodata.NRW zum Download verfügbar. Die Veröffentlichung auf OpenGeodata.NRW ermöglicht einen direkten Zugriff auf die Datensätze und unterstützt so die breite Anwendung in Verwaltung, Planung und Wissenschaft. Abrufbar ist das neue Angebot direkt unter diesem Link

Die nun deutlich höher aufgelöste Klimaanalyse liefert Kommunen und Planungsbehörden eine präzisere Grundlage, um Hitzeschutz vor Ort zu planen – dabei wird erstmals auch die Betroffenheit besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen in den Blick genommen.

Die neue Klimaanalyse richtet sich vor allem an Planerinnen und Planer, Klimamanagerinnen und Klimamanager in Städten, Gemeinden und Kreisen, an die Regionalplanung sowie an Fachbüros, aber auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Mithilfe der Karten lassen sich Grundlagen für Klimaanpassungskonzepte entwickeln, Maßnahmenpläne schärfen und örtliche Entscheidungen fachlich abwägen oder untermauern. 

Im Vergleich zur ersten landesweiten Klimaanalyse aus dem Jahr 2018 wurde die Untersuchung grundlegend weiterentwickelt. Die Modellierungen erfolgten nun in einer räumlichen Auflösung von 25 Metern mal 25 Metern statt wie zuvor in einer Auflösung von 100 Metern mal 100 Metern. Damit ist die neue Analyse 16-fach höher aufgelöst. Kleinräumige Unterschiede innerhalb von Städten und Gemeinden werden dadurch deutlich besser sichtbar. Wo sich Hitze besonders staut, wo Freiräume kühlend wirken und wo planerische Eingriffe besonders notwendig sind, lässt sich damit wesentlich genauer erkennen. Zudem wurden für die Klimaanalyse neue Datengrundlagen zu Siedlungs- und Gebäudestrukturen sowie zur Flächennutzung herangezogen. Des Weiteren flossen kleinräumige Bevölkerungsdaten aus dem ZENSUS 2022 systematisch ein. So verbessert sich nicht nur die Aussagekraft der Karten, sondern auch die fachliche Grundlage für kommunale Abwägungen. 

Neu ist der deutlich ausgebaute Bereich der Betroffenheitsanalyse. Die Klimaanalyse betrachtet nicht nur, wo es besonders heiß wird, sondern auch, wo Menschen leben, die gegenüber Hitze besonders empfindlich sein können, um Mehrfachbelastungen räumlich besser sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck wurden kleinräumige Bevölkerungsdaten, beispielsweise zu hochaltrigen Menschen und Kleinkindern, ausgewertet und mit den hitzebelasteten Bereichen überlagert. Ergänzend wurde die durchschnittliche Nettokaltmiete als Annäherungswert für die Armutsgefährdung herangezogen. So können Quartiere identifiziert werden, in denen Klimaanpassungsmaßnahmen besonders prioritär sind.